22. Juli 2022

Störtebeker Opti Cup auf Helgoland

Einmal im Jahr organisiert der BSC aus Hamburg zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern Deutschlands einzigste Offshore-Regatta auf Helgoland.

Nach zweijähriger Pause haben sich in diesem Jahr auch 8 Opti A- und B Segler aus Schleswig-Holstein auf den Weg zum Aussenposten auf der Nordsee des Kreises Pinneberg gemacht. Stellvertretend berichte Jonas vom NSV über seine Erfahrungen:

 

 

 

Bericht Störtebecker Opti Cup 2022 (SOC)

Endlich! Die einzige Hochseeregatta im Opti fand nach 2 Jahren Pause wieder statt.

Vom 15.07 mit dem abgeben der Trailer zum verschiffen bis zum 20.07 mit der Rückfahrt nach Hause waren es 5 aufregende Tage.

Meine Mutter und ich machten uns am Freitag Nachtmittag, dem 15.07, mit Motorboot im Schlepptau auf nach Cuxhaven. Um 21 Uhr übergaben wir dem Helferteam zum verladen den Motorboottrailer.

 

Dann haben wir noch eine Nacht im Hotel verbracht, um am Samstag morgen unser Gepäck in einen Überseecontainer zu bringen und um 10 Uhr die Fähre „Helgoland“ nach Helgoland zu nehmen. Die Überfahrt war recht rau und mit einer Zeit von ungefähr 3 Stunden auch recht lang.

Dort angekommen liefen wir zum Zeltplatz nur um herauszufinden das irgendjemand die Überseecontainer einfach am Pier geöffnet hat um an sein Gepäck zu kommen. Also mussten alle zu Fuß ihre Sachen vom Pier zum Zeltplatz tragen.

Durch die rauen Bedingungen hatten die Frachtschiffe mit den Trailern starke Verspätung wodurch auch die Eröffnung auf Sonntag morgen verschoben wurde. Alleine das Abladen der Boote von den Frachtschiffen war sehr spektakulär und die Teilnahme an der Regatta wert. Im Anschluss wurde lecker gegrillt.

Am Sonntag gab es erstmal Frühstück und dann kam zusammen mit der Eröffnung die Steuerleutebesprechung. Dort wurden uns erstmal die Sicherheitsanweisungen und Formen der Umsetzung erklärt. Jeden Morgen wurde jedes Boot einmal von Jan kontrolliert und danach musste man seinen Seglerpass, welchen man bei der Anmeldung bekommen hat, bei Anna abgeben. Danach durfte man erst auf den Strand. Aber noch nicht slippen! Geslippt durfte erst, wenn alle Optis auf dem Strand sind und Jan das Signal zum Slippen gegeben hat. Dann strömten alle 100 Optis ins Wasser.


Am Sonntag war erst um 12 Uhr Start. Auf dem Wasser hatten wir für Helgoland untypisch wenig Wind aber viel Welle, was zur Folge hatte das
manche Kinder Seekrank und reingeschleppt wurden. Zusätzlich hatten wir im Gegensatz zu anderen Revieren eine sehr starke Strömung, was zu vielen Tonnenberührungen und Frühstarts führte. Am Abend gab es wieder lecker Essen.

Am Montagmorgen gab es wieder Frühstück und danach das gleiche Prozedere wie am Sonntag. Diesmal war Start um 10 Uhr. Auf dem Wasser hatten wir leider noch weniger Wind als am Sonntag aber ein bisschen weniger Welle.


In der letzten Wettfahrt wurde die Strömung zur Hölle, mit über 20m in der Minute aus Windrichtung und dem wenigen Wind war es sehr anstrengend zur Tonne zu kommen.

Am Dienstag war der letzte Segeltag, wo am wenigsten Wind war. Wir sollten wieder um 10 Uhr Start haben und sind auch rausgefahren, aber vor Ort war zu wenig Wind und wir hatten eine Startverschiebung von 1h. Um 11 Uhr haben wir dann nochmal eine letzte Wettfahrt gemacht. Den restlichen Tag hatten alle frei und alle haben ihre Motorboote und Optis auf die dazugehörigen Trailer gepackt.

  
Um 19Uhr gab es Siegerehrung mit Tombola und danach wurde nochmal gegrillt, diesmal aber was anderes.

Im Anschluss fand das Abschlussfest mit Disco statt, die letzten gingen um 3:30 Uhr schlafen.
Mittwoch war der letzte Tag auf Helgoland.

Bis 11 Uhr musste unser Gepäck wieder im Überseecontainer sein und um 16:15 Uhr alle auf der Fähre. Den Rest der Zeit konnte jeder so nutzen wie er wollte. Meine Mutter und ich wurden von einer anderen Mutter dazu eingeladen mit anderen Seglern und ihren Eltern eine Bunkertour zu machen.
Die Bunkertour war sehr interessant und ich kann sie weiterempfehlen falls man mal auf Helgoland ist.
Die Rückfahrt auf der Fähre war nicht so rau wie die Hinfahrt und ging um einiges schneller.

In Cuxhaven waren die meisten Trailer schon gekrant und bewacht auf die Straße gestellt wo wir sie dann abholen konnten. Von dort aus ging es nur noch Nachhause. Das war mein Bericht über Helgoland und ich kann jedem empfehlen zu dieser Regatta zu fahren, sie ist gut und sicher organisiert und zusätzlich ist Helgoland sehr schön.

Tschüss Helgoland – Willkommen Cuxhaven

Es war schön!
Bericht von Jonas Belau

 

📸: B. Belau, A. Brandis, J.-M. Rupprecht